Die letzten Spiele lassen sich mit einem einzigen Satz wunderbar beschreiben: „Hier wäre mehr drin gewesen.“ So wartet unsere U19 nach nunmehr fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis.

 Karbener SV 1890 U19 Saison 2016/17

6. Spieltag

A-Junioren Verbandsliga Süd: FC Waldbrunn – KSV U19 1:0 (0:0)

In einem ereignisarmen Spiel auf niedrigem Niveau sollte es sich spät rächen, das vor allem in der ersten Halbzeit einige hochkarätige Chancen extrem leichtfertig vergeben wurden.

Der Gastgeber, welcher sich einzig auf das Verteidigen, Foulen und Provozieren konzentrierte, hatte nie wirklich Gefahr ausgestrahlt. Doch durch eine angeheizte Kulisse der Fans der Gastgeber, verlor der Schiedsrichter nach und nach den Zugriff auf das Spiel, leitete die Partie zugunsten Waldbrunns. Mehrere harte Fouls, wie Sprünge in den Rücken, Tritte oder Grätschen mit offener Sohle ahndete der Unparteiische gar nicht oder total unzureichend. Vielmehr sprach er unserer U19 ein regulär erzieltes Tor nach angeblichem Aufstützen bei einem Kopfballduell nicht zu und erhitzte die Gemüter dadurch zusätzlich. So kam es, wie es kommen musste. Mit der ersten nennenswerten Offensivaktion ging Waldbrunn in Führung, welche der KSV nicht mehr egalisieren konnte. Trauriger Höhepunkt war die Herausstellung eines KSV-Akteurs infolge einer Rudelbildung, welcher ein Tritt ins das Gesicht eines KSV Spielers vorrausgegangen war, der natürlich übersehen wurde.

Kevin Kanschat: Klar haben wir ein schlechtes Spiel in Waldbrunn abgeliefert und unsere Chancen nicht genutzt. Doch einen derart inkonsequenten und überfordertenSpielleiter für eine Partie gegen diese Mannschaft anzusetzen, welche Infolge gewalttätiger Übergriffe auf und neben dem Feld in der letzten Saison mehrere Sportgerichtsverfahren inkl. Sperren für Mannschaftsverantwortliche am Hals hatte, finde ich bedenklich.“

7. Spieltag

A-Junioren Verbandsliga Süd: KSV U19 – VfB Ginsheim 2:4 (1:1)

"Es ist wirklich schade, dass sich die Jungs selbst um ihren Lohn bringen."

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der KSV ging zweimal zu Beginn der jeweiligen Durchgänge mit schönen Spielzügen schnell in Führung, gab diese aber wieder ab und konnte sich beim Stande von 2:1 in mehreren 1 zu 1 Situationen gegen des Gästekeeper nicht belohnen. Gerade in der Schlussphase machen die KSV-Youngster in den letzten Partien zu viele einfache Fehler. Unzureichende Befreiungsaktionen, schlechtes Umschaltverhalten und haarsträubende Individuelle Patzer kosten stets die Punkte.

Andreas Schmitt: „Es ist wirklich schade, dass sich die Jungs selbst um ihren Lohn bringen. Wir schaffen es nicht Führungen zu verteidigen oder durch Konteraktionen auszubauen und lassen viele einfache Tore und damit Punkte liegen. Vor allem unsere Defensivarbeit lässt zu wünschen übrig. Der Wille Kompaktheit herzustellen und sich als Kollektiv gegen einen Gegner zu stemmen, ist das was uns ausgezeichnet hat. Da müssen wir wieder hinkommen.“

8. Spieltag

A-Junioren Verbandsliga Süd: FV Biebrich – KSV U19 3:1 (0:0)

Stark ersatzgeschwächt aufgrund etlicher Krankheiten und Verletzungen traten die Jungs des KSV die Auswärtsfahrt nach Biebrich mit nur 11 Feldspielern an.

Gegen einen spielerisch starken Gastgeber mit einem Team, welches größtenteils aus Altjahrgängen besteht, ließen wir wenig anbrennen, kamen jedoch selbst kaum zu Chancen im ersten Abschnitt. Nach Wiederanpfiff ein ähnliches Bild, ehe wir uns ein dämliches Foul im Strafraum leisteten, das Biebrich per Elfmeter zur Führung ausnutzte. Doch mit dem Rückstand suchte der KSV immer mehr den Weg nach vorne und hatte zwar wenige, aber durchaus aussichtsreiche Chancen. So war ein direkt verwandelter Freistoß, der den Ausgleich bedeutete. Nun war wieder der Gastgeber am Drücker und drängte auf den Siegtreffer. Weitere Konteraktionen des KSV blieben leider erneut ohne Erfolg. Biebrich erzielte nach einer Ecke den erneuten Führungstreffer unter freundlicher Mithilfe unserer Hintermannschaft. Nun warfen die Jungs des KSV alles nach vorne, um wiederrum den Ausgleich zu erzielen, wurden nach einem Fehler des KSV aber zur Entscheidung in der Schlussminute eingeladen.

Kevin Kanschat: „Mich stimmt es sehr positiv, dass wir Biebrich auf eigenem Platz alles abgerungen haben. Leider konnten wir uns wieder nicht belohnen und mussten mit leeren Händen die Heimreise antreten. Die gleichen Fehlerbilder führen uns stets zu unseren Niederlagen. Leider haben wir das Kunststück vollbracht in den letzten 5 Partien 20 Gegentore zu kassieren. Das ist eben einfach zu viel, um in einer Verbandsliga Punkte einzufahren. Hier müssen wir vom ersten bis zum letzten Mann an den Stellschrauben drehen, damit wir wieder besser verteidigen.